Probleme, Lösungen und Erfahrungen

tux

Zugegeben: um Ihnen qualifiziert zu helfen, gibt es berufenere Leute in diesem Internet. Dennoch habe ich hier die Probleme gesammelt, die sich mir in den Weg stellten – sofern ich eine Lösung dafür gefunden habe. Falls Sie davon ebenfalls profitieren können, würde es mich freuen.

Inhaltsübersicht

Boot-Probleme

Problem:

Das System fährt sehr langsam hoch, mitunter bricht der Boot-Vorgang sogar ab. Beim Boot-Prozess treten folgende Fehlermeldungen auf:

hda: dma_timer_expiry: dma status == 0x61
hda: timeout waiting for DMA
hda: (__ide_dma_test_irq) called while not waiting
hda: status error: status=0x58 { DriveReady SeekComplete DataRequest }
hda: drive not ready for command

Lösung:

in /etc/sysconfig/hardware alle Einstellungen entfernen:
DEVICES_FORCE_IDE_DMA=""

Hinweis:

Nicht alle Fehlermeldungen sind dadurch behoben. Das System fährt jedoch zuverlässig und schnell hoch. Die restlichen Fehlermeldungen scheinen auf einen Kompatibilitätskonflikt hinzudeuten, der jedoch soweit ersichtlich keine Relevanz hat. Mein System arbeitet seit Jahren mit diesen Fehlermeldungen.

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DIN-A6-Druck mit Brother HL-1430

Problem:

Der Drucker Brother HL-1430 druckt unter kprinter nicht auf DIN-A6, da die Option nicht angeboten wird.

Installation des Druckers:

  • -CUPS-Druckmodell (LPR funktioniert auch)
  • -Drucker-Modell: Brother HL-1430
  • -Treiber: Brother HL-1250

Lösung:

Die Datei /etc/cups/ppd/hl1430series.ppd muss in den entsprechenden Bereichen - PageSize, PageRegion, ImageableArea, PaperDimension - um einen Eintrag für A6 ergänzt werden.

Die entsprechenden Werte lauten "296 421", ermittelt aus der Fortsetzung der Reihe A3-A4-A5.

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ext3-filesystem - Problem

Problem:

Im Betrieb des Systems stürzen Programme ab und lassen sich nicht mehr starten. Der Schreibzugriff wird teilweise verweigert.

Nach Neustart ist das Dateisystem korrumpiert und bedarf der manuellen Reparatur. Diese scheint zu funktionieren. Bei erneutem Durchlaufen stellt sich jedoch heraus, dass sie nicht vollständig funktioniert hat.

Ein Aufruf von fsck.ext3 ergibt folgende Fehlermeldungen:
i_file_acl of inode 678811 is 138557704, should be 0
i_faddr of inode 678811 is 956857189, should be 0
i_frag of inode 678811 is 66, should be 0
i_fsize of inode 678811 is 12, should be 0
Segmentation fault

Mehrmaliges Starten von fsck.ext3 und Neustart des Systems ändern diesen Befund nicht.

Lösung:

Die Ursache des Problems ist unbekannt.
Es ist eine manuelle Reparatur mit Hilfe von debugfs erforderlich: debugfs -w /dev/hda5

Aufruf von debugfs: ncheck <678811> ergab: bad inode.

Folgende Befehle wurden ausgeführt:
debugfs: sif <678811> file_acl 0
debugfs: sif <678811> faddr 0
debugfs: sif <678811> frag 0
debugfs: sif <678811> fsize 0

Nach anschließendem Neustart tauchten die ersten beiden Fehlermeldungen von oben nicht mehr auf, dafür wurden zahlreiche andere Fehler repariert. Danach startete das System fehlerfrei. Abschließend mussten die Verzeichnisse aus lost+found wieder richtig benannt werden.

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Grub (Windows Partition booten)

Problem:

Die Windows-Installation auf der 2. Festplatte (Slave) lässt sich nicht booten, obwohl /boot/grub/menu.lst so konfiguriert ist, wie es nach Anleitung zu erfolgen hat:

title windows
(...)
chainloader +1 #!!

Lösung:

Der richtige Eintrag in /boot/grub/menu.lst muss lauten (beachten Sie die Unterschiede in der mit #!! markierten Zeilen, wobei der Kommentar "#!!" natürlich entfallen kann):

title windoof 98
(...)
map (hd0) (hd1)
map (hd1) (hd0)
rootnoverify (hd1,0)
chainloader (hd1,0)+1
# !!

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KMenuedit

Problem:

Nach Anpassung des K-Menüs mittels Benutzung von kmenuedit ist das Startmenü vollkommen korrumpiert. Die Unterordner werden von kmenuedit als leer angezeigt und im Startmenü nicht mehr dargestellt.

Involvierte Dateien:

Verzeichnisstruktur abgebildet in ~/.kde/share/applnk.
Gleiche Struktur findet sich wieder in /opt/kde3/share/applnk
Konfigurationsdatei von kmenuedit: ~/.config/menus/applications-kmenuedit.menu

Lösung:

  1. Datei ~/.config/menus/applications-kmenuedit.menu löschen.
  2. kmenuedit erneut ausführen. Keine Änderungen vornehmen, aber speichern.

Anschließend ist die Verzeichnisstruktur wiederhergestellt.

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OpenOffice

Problem:

OpenOffice ist im Betrieb extrem langsam, insbesondere beim Öffnen von Dateien und beim Drucken.

Ursache:

Die Datei <OpenOffice-Arbeitsverzeichnis>/user/psprint/psfontcache wird mit überflüssigen Einträgen aufgebläht. Das Arbeitsverzeichnis ist bei systemweiter Installation ~/.openoffice.org2.

Lösung:

Die Datei psfontcache löschen, OpenOffice neu starten und gleich wieder beenden. Dadurch wird die Datei mit einer kleinen Dateigröße wieder angelegt. Nun die Datei gegen Schreibzugriff schützen: chmod a-w psfontcache.

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Update von SuSE, Problem mit X

Problem:

Nach einem Update von SuSE startet der X-Server (grafische Benutzeroberfläche) nicht mehr. Außerdem gibt es Probleme mit dem Tastaturlayout.

Lösung:

Die Datei /etc/X11/xorg.conf muss in den Sections "InputDevice" angepasst werden:

Option "XkbRules" "xfree86"
Option "XkbLayout" "de"
Option "Device" "/dev/input/mice"
Option "ZAxisMapping" "4 5"
Option "Buttons" "5"
Option "ButtonNumber" "5"

Mitunter muss in /etc/fstab das Dateisystem für den USB-Zugriff noch angepasst werden: usbfs /proc/bus/usb usbfs noauto 0 0.

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Mobiltelefon und PC synchronisieren

Aufgabenstellung:

Kalender, Aufgaben und Kontakte zwischen einem Windows Mobile 6.1-Smartphone und dem PC synchron halten. Erschwerung: Der PC läuft unter Linux.

Lösungswege:

Im Internet werden mehrere Lösungen vorgeschlagen. Leider stellten sich die meisten als tückisch heraus (Testzeitpunkt: August 2008). Näher vorstellen will ich zwei Ansätze, die beide - mehr oder weniger - funktioniert haben. Der erste geht über eine Kombination aus egroupware, funambol und kontact. Der zweite bedient sich thunderbird, sunbird/lightning und finchsync.

1. Weg: egroupware

Der Grundgedanke dieses Lösungsweges ist es, die Kontakte, die im KDE-Adressbuch und die Termine, die im KDE-Kalender gespeichert sind, mit den Daten des Handys zu synchronisieren.

Das Kochrezept besteht aus folgenden Komponenten: Zunächst natürlich kontact als Ausgangsbasis auf dem PC. Als Zwischenstation auf dem PC kommt egroupware zum Einsatz. Dafür bedarf es wiederum eines http-servers, z.B. xampp.Die Übertragung zum Mobiltelefon übernimmt schließlich das funambol-plugin.

Die Installationsschritte im Einzelnen:

  1. xampp installieren.
    Diesen Schritt benötigt man nur, wenn man sich entschlossen hat, den egroupware-Server auf dem eigenen Rechner laufen zu lassen. Das hat den Vorteil, dass die eigenen Daten nicht im Internet verfügbar sind. Der Nachteil ist entsprechend, dass man auf die Daten eben auch nicht online zugreifen kann.
    Die Alternative zur Einrichtung eines eigenen Web-Servers ist die Nutzung eines fremden. Wer eine eigene Domain betreibt kann je nach Paket des Providers die egroupware-Software auch auf diesen aufspielen und dann über die eigene Domain via Internetzugriff nutzen. Wer sich für diesen Weg entscheidet, kann die Installation von xampp überspringen.
    Zur Installation von xampp zunächst die Software herunterladen. Die Software muss nur entpackt und in das Verzeichnis /opt/lampp kopiert werden. Das ist auf der verlinkten Seite auch gut beschrieben.
  2. xampp laden.
    Wie auf oben verlinkter Seite ebenfalls beschrieben, muss xampp nun gestartet werden. Der Befehl dazu ist /opt/lampp/lampp start. Wichtiger ist, dass man für einen regelmäßigen Start des Servers sorgt, sofern man dies möchte (dann muss man für eine entsprechende Zugriffssicherung gegen ungewünschte Zugriffe aus dem Internet sorgen). Dazu sollten Verknüpfungen in den jeweiligen Runlevel-Verzeichnissen sorgen. Der auf der Homepage von xampp beschriebene Weg führte bei mir jedoch nicht weiter.
  3. egroupware installieren.
    Unabhängig davon, ob man einen eigenen http-Server oder einen fremden nutzt, muss nun die egroupware-Software heruntergeladen und entpackt werden. Die Installation folgt dann über den Zugriff auf das Installationsskript via Webbrowser. Also in den Browser <domainname bzw. localhost>/egroupware eingeben. Daraufhin startet der Konfigurationsprozess, der sich eigentlich ganz gut selbst erklärt.
    Weiterführende Hinweise gibt es auch im Web-Blog von Andreas Demmer. Wie man aus diesem entnehmen kann, sind ein paar Einstellungen von Hand zu ändern.
  4. kontact und egroupware miteinander verbinden.
    Damit kontact und egroupware schon mal auf dem gleichen Stand sind, muss kontact nun auf die egroupware-Daten zugreifen. Dazu ist ein neuer Kalender, der die Daten des egroupware-Servers erhält, einzurichten. In Einzelheiten ist dies in diesem Artikel von Tobias König beschrieben.
  5. funambol-plugin installieren.
    Nun muss noch das windows mobile device angebunden werden. Dazu benötigt das Handy das funambol-plugin. Dieses muss noch auf die Daten des eingerichteten egroupware-Servers eingestellt werden. Bitte die Hinweise von Andreas Demmer hierzu beachten.
  6. ggf. muss die Firewall einen Zugriff auf den Webserver erlauben.

Damit sollte die Synchronisation funktionieren. Bei mir hat sie exakt ein Mal geklappt. Danach erhielt ich aus von mir nicht zu ermittelnden Gründen keinen Zugriff mehr auf den Server.

Deswegen habe ich mich der zweiten Lösung zugewendet.

2. Weg: thunderbird

Der zweite Weg baut auf dem Einsatz von finchsync auf. Dabei handelt es sich um zwei kleine Programme (eines für den PC, das andere für das Mobiltelefon), die Kontakte aus dem Adressbuch von Thunderbird und Termine sowie Aufgaben aus Sunbird (ein Kalenderprogramm von Mozilla) oder Lightning (eine Kalendererweiterung für Thunderbird) mit dem Handy synchronisieren. Ein weiterführender Artikel ist z.B. hier zu finden.

Daraus ergeben sich folgende Installationsschritte:

  1. thunderbird und entweder sunbird oder lightning sowie finchsync herunterladen. Eine Installation ist bei allen Programmen entbehrlich, sie müssen nur entpackt werden und laufen dann ohne Weiteres.
  2. ggf. müssen nun die Daten in thunderbird importiert werden. Ich habe die E-Mails aus kmail auf ein IMAP-E-Mail-Konto geladen und dieses in thunderbird eingerichtet. Das Adressbuch konnte importiert werden, wobei bei den Geburtstagen Handarbeit gefragt war. Der Kalender funktioniert über einen Export / Import im .ics-Format tadellos.
  3. Kalender einrichten.
    Der zu synchronisierende Kalender muss als neuer Netzwerk-Kalender eingerichtet werden, das Sunbird/Lightning standardmäßig nicht im .ics-Format speichern.
  4. Auf dem PC muss das Server-Programm von finchsync gestartet werden. Dabei den/die Kalender und das Adressbuch als Quellen einrichten und Zugangsdaten für einen Client festlegen. Diesem müssen die Quellen dann noch zugewiesen werden. Das Server-Programm ist übersichtlich, es bietet eigentlich keine Optionen, die man nicht bräuchte, so dass es sich von selbst erklärt.
  5. Auf das Mobiltelefon das Client-Programm von finchsync laden.
  6. client-Programm einrichten.
    Das client-Programm benötigt die Daten vom Server, also IP-Adresse (im lokalen Netzwerk, z.B. 192.168.0.1 oder vergleichbares), Port (standardmäßig ist dies 8080), Benutzernamen und Passwort. Außerdem - ganz wichtig - muss das category-mapping eingerichtet werden. Dazu am besten in der Dokumentation von finchsync nachlesen. Wenn das nicht eingestellt wird, werden die Daten vom Mobiltelefon nicht auf den PC übertragen.
  7. Auch hier der Hinweis: ggf. in der Firewall den Zugriff auf den eingerichteten Port freigeben.
  8. Die Synchronisation funktioniert dann immer vom Handy aus: finchsync aufrufen und auf sync it drücken.

Erstaunlich, aber wahr: Damit habe ich eine funktionierende Synchronisation zwischen meinem Mobiltelefon und Linux ! Und eigentlich so einfach...

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Xine

Problem:

Trotz ordnungsgemäßer Installation bricht xine direkt nach dem Start wieder ab. Die Konsole liefert die Fehlermeldung: xine: relocation error: xine: undefined symbol: xine_osd_get_capabilities.

Ursache:

Codecs waren nur als root zu starten: nach xhost + startet xine als root.

Lösung:

Nach einmaligem Aufruf als root startete xine auch als normaler User.

Alternative:

Anderes Frontend benutzen, zB kaffeine.

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